Christoph Krause

Name: Christoph Henry Krause
Alter: 32 Jahre
Abitur: 2002
Studium: Von 2003 bis 2008 habe ich an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Wirtschaftsprüfung und Unternehmensführung und -organisation studiert. Im Jahr 2006 legte ich ein Praktikumssemester in Atlanta, GA, USA ein. Nach Abschluss meines Studiums im Oktober 2008 absolvierte ich zunächst ein Praktikum bei der KPMG AG WPG im Bereich Audit Financial Services, bevor ich 2009 direkt als Prüfungsassistent bei KPMG einstieg.
Berufseinstieg: Oktober 2009

Was bedeutet für Dich Lebensqualität?
Zeit für Familie und Freunde zu haben. Die fußballlose Zeit unbeschadet überstehen. Spaß, Abwechslung und stets neue Herausforderungen und Veränderungen im Beruf zu erleben.

Was war Dein erster „Berührungspunkt“ mit dem Thema Wirtschaftsprüfung?
Meine Familie ist kaufmännisch geprägt. Sowohl im praktischen Ansatz als auch in der theoretischen Hochschullehre. Insofern war relativ schnell klar: Der Eine lehrt es, die Andere wendet es an, also werde ich es prüfen müssen. Mein Studium habe ich entsprechend auf die externe Rechnungslegung fokussiert. Trotz der Vorstellung, eines Tages als Wirtschaftsprüfer tätig zu sein, stellte sich die tatsächliche Frage des Ablegens des Berufsexamens bei mir jedoch selbst mit meinem Einstieg bei der KPMG zunächst nicht. Diese Entscheidung ist höchstpersönlich und sollte meines Erachtens von jedem Einzelnen zur gegebenen Zeit getroffen werden, nämlich dann, wenn die persönlichen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Dies gilt sowohl für die formalen Kriterien der WPO also auch für die persönliche Motivation, die dieser Schritt zwingend erfordert. 

Was war Deine bisher größte berufliche Herausforderung?
Der Wechsel vom Bereich Audit Financial Services, also der Prüfung von Banken und Versicherungen in den Bereich Audit Corporates, also die Prüfung von Industrieunternehmen. Das gewohnte Umfeld mit den bekannten handelnden Personen zu verlassen und neuen fachlichen Fragestellungen zu begegnen.

Welche persönliche Eigenschaft hilft Dir am meisten in Deinem Beruf als Wirtschaftsprüfer?
Eine kritische Grundhaltung, eine sehr schnelle Auffassungsgabe, Adaptionsfähigkeit und adressatengerechte Kommunikation sind mir insbesondere vor dem Hintergrund der ständigen Abwechslung unseres Berufs, der Auseinandersetzung mit verschiedensten Akteuren und konträrer Positionen sehr hilfreich. Eine gewisse Gelassenheit und ein gesunder Pragmatismus erscheinen mir dabei von Zeit zu Zeit ebenso wertvoll.

Was machst Du zurzeit?
Ich bin Manager im Bereich Audit Corporates am Standort Berlin. Derzeit betreue ich ein kapitalmarktorientiertes Unternehmen im Rahmen der Quartals- und Jahresabschlussprüfung sowie diverse kleinere Mandate aus verschiedenen Branchen. Darüber hinaus leiste ich Unterstützung im Rahmen von Due Diligence Projekten und bin Mitglied in einem internen Projektteam zur Verbesserung und effizienteren Gestaltung verschiedenster interner Prozesse.

Was sind Deine Ziele?
Mein ganz persönliches Ziel ist es, nach der Geburt meiner Tochter die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nun aus einem neuen Blickwinkel heraus zu meistern. Hinsichtlich meiner nahen beruflichen Zukunft wünsche ich mir ein weiterhin vertrauensvolles Verhältnis zu meinen Mandanten auch über Fragen der klassischen Jahresabschlussprüfung hinaus. Ich freue mich darauf, zur Lösung von Herausforderungen sich verändernder Rahmenbedingungen und Märkte und damit einhergehender prozessualer und strategischer Fragestellungen beizutragen, als Sparringspartner für den Mandanten zu agieren, und dabei auch abseits von Bilanzierungssachverhalten den Mehrwert des Wirtschaftsprüfers aufzeigen zu können.

Was bedeutet es für Dich, als Wirtschaftsprüfer tätig zu sein?
Grundsätzlich glaube ich, dass wir alle im Leben danach streben, uns von anderen zu unterscheiden. In beruflicher Hinsicht zählt hierzu insbesondere die eigene Qualifikation. Auch wenn der Weg zum Wirtschaftsprüfer wahrscheinlich nicht der einfachste ist, wenn man es geschafft hat, gibt es kaum ein besseres Gefühl.
Der Beruf des Wirtschaftsprüfers ist dabei eine höchstpersönliche Leistung und als freier Beruf konzipiert. Eigenverantwortlich zu agieren und die eigene Entscheidung treffen zu können – trotz der Regeln eines Anstellungsverhältnisses und unter Beachtung der allgemeinen Berufsgrundsätze – und darauf bauen zu können, dass Mandanten, Menschen und Märkte meinem Urteil vertrauen und meine Meinung schätzen… Unbezahlbar.